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Unterweisung

1. Unterweisung nach § 36 Röntenverordnung

Im Folgenden finden Sie einen Vorschlag für die jährlich durchzuführende Unterweisung. Da die Röntgenverordnung keine Angaben über die Dauer einer Unterweisung macht, sind die hier angegebenen Zeiten als Vorschläge zu sehen. Ebenso sind die Inhalte wahlweise zu verstehen.

A) Ständig wiederkehrende Themen                   voraussichtliche Dauer                                                                                               (Min)

     I) Gesetzliche Grundlagen                                             20

       -  Gesetze und Verordnungen

       -  behördliche Verfahren, Sachverständigenprüfung

       -  allgemeine Strahlenschutzgrundsätze bei der

           Anwendung von Röntgenstrahlung

       -  Strahlenschutzverantwortlicher, -beauftragter

           und deren Pflichten

   II) Anwendung von Röntgenstrahlung                           40

       -  zur Anordnung der Untersuchung berechtigte

           Personen

       -  zur Anwendung von Röntgenstrahlung

           berechtigte Personen

       -  Schutzmaßnahmen bei der Anwendung von

           Röntgenstrahlung für Patienten

       -  Schutzmaßnahmen bei der Anwendung von

           Röntgenstrahlung für das Personal

       -  Aufzeichnungspflicht, Aufbewahrungsfristen

       -  Konstanzprüfung

       -  Verhalten bei Stör- und Unfällen, „betriebsbezogene

           Zwischenfälle“

   III) Dosimetrie                                                              20

       -  Personendosimetrie, Dosisgrenzwerte

       -  Anzeigepflicht bei Dosisüberschreitung

       -  Strahlenschutzbereiche, Kennzeichnung und

           Zutrittsregelungen

       - Strahlenwirkung auf biologisches Gewebe,

       - diagnostische Referenzwerte für Patienten

  • B)       Ergänzende Themen (wahlweise)                             20

           -  physikalische Grundlagen von Röntgenstrahlung

           -  Grundlagen der biologischen Strahlenwirkung

           -  Dosisgrößen und –einheiten

           -  Informationen über Qualitätssicherung und die

               Rolle der Ärztlichen Stelle Röntgen

           -  Leitlinien der Bundesärztekammer

           -  Hinweise auf Änderungen von Richtlinien und

               Normen

           -  Strahlenexposition für Patient und Personal bei

               bestimmten Untersuchungen

     

    C)       Diskussion                                                                20

     

    2. Unterweisung nach § 38 Strahlenschutzverordnung

    Personen, die im Rahmen einer genehmigungsbedürftigen Tätigkeit mit radioaktiven Stoffen oder ionisierender Strahlung umgehen sollen, müssen vorher eine Ersteinweisung (Unterweisung) erhalten. Diese erfolgt durch einen Strahlenschutzbeauftragten oder eine von ihm hierfür beauftragte Person.

    Die mündliche Unterweisung erfolgt insbesondere anhand der für den Betrieb erlassenen Strahlenschutzanweisung (§ 38 StrlSchV). Auf der für die jeweilige Tätigkeit wichtigen Betriebsabläufe und Strahlenschutzerfordernisse muss eingegangen werden. In der Regel wird diese Unterweisung durch eine praktische Einweisung am Arbeitsplatz ergänzt.

    Wenn von der Behörde nicht anders festgelegt, erfolgt einmal im Jahr eine Wiederholungsunterweisung. Die Teilnahme ist durch Unterschrift zu bestätigen; Art und Themen der Unterweisung sind zu dokumentieren. Derjenige, der eine solche Unterweisung durchführt, gilt ebenfalls als unterwiesen.

    Beispiele für Themen bei der Erst- oder Wiederholungsunterweisung:

    Grundlagen

    -  Strahlenarten, Wechselwirkungen mit Materie

    -  Biologische Wirkungen, Strahlenrisiken

     

    Allgemeines

    -  Inhalt der Genehmigung

    -  Pflichten des Strahlenschutzverantwortlichen

    -  Aufgaben und Befugnisse der Strahlenschutzbeauftragten

    -  Strahlenschutzverordnung und -anweisungen (Aushang)

    -  Ärztliche Überwachung, Belehrung, Messung der Personendosis

    -  Nutzung und Verarbeitung personenbezogener Daten

    -  Aufzeichnungspflicht

     

    Schutzmaßnahmen

    -  Grundregeln beim Umgang mit ionisierender Strahlung

    -  Maßnahmen bei bedeutsamen Ereignissen

    -  Tätigkeitsverbot

    -  Schutz von Luft, Wasser, Boden

    -  Strahlenschutzmessgeräte, personendosimetrische Überwachung

    -  Qualitätskontrollen

     

    Spezielle Themen beim Umgang mit offenen radioaktiven Stoffen

    -  Verhalten bei Personen- und Sachkontamination

    -  Arbeitsmethoden

    -  Strahlenschutzmessgeräte und Durchführung von Messungen

    -  Bestellung, Lieferung, Lagerung und Buchführung radioaktiver Stoffe

    -  Abfallbeseitigung und Abgabe

    -  Verlust radioaktiver Stoffe und Strahler

     

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